Verleihung des Arnold-Janssen-Preises: Bürgermeister der Stadt Goch, Karl-Heinz Otto (von links), Vorstand Eugen Brysch, Schirmherrin Uschi Glas, Ehrenvorsitzender des Stiftungsrats, Prof. Friedhelm Farthmann.

Etappen und Erfolge

Forderung nach Corona-Schutzkonzepten für Pflegeeinrichtungen

März 2020

Seit Beginn der Corona-Krise hat die Deutsche Stiftung Patientenschutz insbesondere das Wohl der 900.000 Pflegeheimbewohner im Blick. Die Politik hingegen verkannte lange Zeit den Ernst der Lage, obwohl die Zahl der Corona-Toten in den 12.000 Pflegeeinrichtungen rasant in die Höhe schnellte. Beim Schutz der Hochrisikogruppe zogen Bund und Länder nicht am selben Strang. Jedes Bundesland traf unterschiedliche Regelungen. Aus Angst vor Ketteninfektionen reagierten Heimleitungen oft mit sehr restriktiven Maßnahmen und Abschottung. Die Folgen waren verheerend. Denn zahlreiche Tote konnten nicht verhindert werden. Zusätzlich starben Bewohner nicht am Virus, sondern an Einsamkeit. Deshalb hat sich die Deutsche Stiftung Patientenschutz für die Freiheitsrechte der stationär betreuten Menschen eingesetzt und bundesweit einheitliche Öffnungs- sowie Hygienekonzepte gefordert. Unerlässlich ist und bleibt eine tägliche Testpflicht vor Einlass für ungeimpfte Altenpflegekräfte und Besucher. Denn nur so kann das Virus schon vor der Tür gestoppt werden. Auch muss im Falle von Infektionsausbrüchen externes Pflegepersonal zur Unterstützung bereitstehen. Ebenso sind Kapazitäten außerhalb der Heime notwendig, um infizierte Bewohner kurzfristig außerhalb unterbringen zu können.