Verleihung des Arnold-Janssen-Preises: Bürgermeister der Stadt Goch, Karl-Heinz Otto (von links), Vorstand Eugen Brysch, Schirmherrin Uschi Glas, Ehrenvorsitzender des Stiftungsrats, Prof. Friedhelm Farthmann.

Etappen und Erfolge

Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Suizidassistenz

Februar 2020

Das Bundesverfassungsgericht hat am 26. Februar 2020 entschieden, dass das 2015 eingeführte Verbot der geschäftsmäßigen Suizidhilfe gegen das Grundgesetz verstößt. Es gebe ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, so die Begründung. Das schließe die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und sich dabei von Dritten helfen zu lassen. Der neue Strafrechtsparagraf 217 mache das weitgehend unmöglich. Das Urteil stellt dem Gesetzgeber jedoch frei, die Suizidassistenz mittels eines „legislativen Schutzkonzeptes“ behutsam zu regulieren. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisiert, dass durch diese Entscheidung jedermann zu jeder Zeit Suizidassistenz anbieten kann. Zudem erhöht das Urteil den Druck auf einsame, alte und schwache Menschen. Das wird die Solidarität mit den Hilfesuchenden in unserer Gesellschaft grundlegend verändern.