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Pressemeldungen 2011

30.06.2011

Zu den Ergebnissen, die die Gesundheitsministerkonferenz heute zu den geplanten Änderungen des Transplantationsgesetzes vorgestellt hat, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, in Berl


Zu den Ergebnissen, die die Gesundheitsministerkonferenz heute zu den geplanten Änderungen des Transplantationsgesetzes vorgestellt hat, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, in Berlin:

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Frankfurt/Berlin. „Für die Bevölkerung ist das Transplantationssystem in Deutschland undurchsichtig. Statt Klarheit in das System zu bringen, wollen die Gesundheitsminister in Frankfurt die ethischen Leitplanken verschieben. Dabei werden die Möglichkeiten des bestehenden Transplantationsgesetzes schon jetzt in der Praxis nicht konsequent ausgeschöpft. Jährlich sterben mehr als 120.000 Menschen, die einen Organspendeausweis haben. Da aber nur ein Bruchteil der in Frage Kommenden gemeldet wird, müssen 12.500 Menschen über Jahre auf ein Organ warten: ein unzumutbarer Zustand, den Ärzte zu verantworten haben. Ebenso ist die Bevölkerung nicht aufgeklärt über die Hirntodkriterien und das Verfahren der Organentnahme und -vergabe. Über die Verteilung von Lebenschancen entscheiden private Organisationen, die nicht unter staatlicher Aufsicht stehen. Das ist eine verfassungsrechtliche Grauzone, die die Politik zu verantworten hat. Deshalb fordert die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung zuallererst, dass Ärzte ihren schon bestehenden Aufgaben im Transplantationsgesetz nachkommen. Ebenso ist die Politik aufgefordert, Mittel bereit zu stellen, um Aufklärung und Information für selbst bestimmte Entscheidungen für Organspende erst möglich zu machen. Die jetzt von den Gesundheitsministern diskutierten Lösungen gehen am Kern dieser Probleme vorbei. Sie sind die Flucht vor einem Systemversagen der Transplantationspraxis und dem Informationsbedarf der Bevölkerung."

Hintergrund

Die gemeinnützige und unabhängige Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung ist die Sprecherin der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen von über 55.000 Mitgliedern und Förderern und unterhält das bundesweit einzigartige Patientenschutztelefon sowie die Schiedsstelle Patientenverfügung.


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