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Pressemeldungen 2010

02.11.2010

Steigende Bestattungsgebühren lassen Wunsch nach Trauerstätten unerfüllt


Steigende Bestattungsgebühren lassen Wunsch nach Trauerstätten unerfüllt

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Berlin. „Trauer braucht sichtbare Orte wie Gedenkstätten oder Grabmäler“, fordert der Geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, anlässlich der Gedenk- und Trauertage im November. Die seit Jahren steigenden Friedhofs- und Bestattungsgebühren von mehreren tausend Euro können sich viele Menschen nicht leisten. „Ihr Wunsch nach einem Ort, an dem sie trauern können, bleibt somit auf der Strecke – ein Teufelskreis, der sich zu Lasten der Trauernden immer weiter verschärft“, kritisiert Brysch.

Konzeptlosigkeit der Kommunen geht zu Lasten der Trauernden / Gebühren vergleichen

Angesichts des Kostendrucks wählen viele Menschen für sich oder einen Angehörigen gezwungenermaßen eine Bestattung, die sie eigentlich nicht wollen. Oder sie lassen gar anonym bestatten. In den vergangen 20 Jahren hat sich der Anteil der Feuerbestattungen etwa verdoppelt. In deutschen Großstädten wird inzwischen mehr als jeder Zweite auf diese Weise bestattet. Gut jeder fünfte Deutsche denkt bereits über eine kostengünstige Bestattung nach. „Das führt zu immer mehr Urnenbegräbnissen, und in Folge dessen nehmen die Freiflächen auf den Friedhöfen zu“, erklärt Brysch. Diese Überhangflächen verursachen hohe Instandhaltungskosten, die sich die Gemeinden wiederum von den Angehörigen der Verstorbenen über steigende Gebühren bezahlen lassen. „Das Einzige, was den Kommunen in ihrer Konzeptionslosigkeit einfällt, ist immer weiter an der Preisschraube zu drehen“, kritisiert Brysch. Die von Stadt zu Stadt höchst unterschiedlichen Friedhofsgebühren sind seit 2005 um durchschnittlich ein Drittel gestiegen. „Der unverschämte Griff der Gemeinden in die Taschen der Trauernden muss endlich ein Ende haben“, fordert Brysch. Die Patientenschutzorganisation rät, bei Beerdigungen auch auf die Gebühren der Nachbargemeinden zu schauen: „Hier kann man schnell einige hundert Euro sparen“, empfiehlt Brysch.

Hintergrund

Die gemeinnützige und unabhängige Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung ist die Sprecherin der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen von über 55.000 Mitgliedern und Förderern und unterhält das bundesweit einzigartige Patientenschutztelefon sowie die Schiedsstelle Patientenverfügung.


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