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Pressemeldungen 2010

08.09.2010

Alterssurvey: Bundesfamilienministerin Schröder muss Realitäten in den Blick nehmen


Alterssurvey: Bundesfamilienministerin Schröder muss Realitäten in den Blick nehmen

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Zur Äußerung von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) in der Passauer Neuen Presse über die Zahlen des Deutschen Alterssurvey, wonach etwa 13 Prozent der Arbeitnehmer zwischen 40 und 65 Jahren sich um einen Bedürftigen kümmern: „[…] der Zusammenhalt zwischen den Generationen ist so groß wie nie zuvor. Auch wenn sich das Familienbild gewandelt hat - der Zusammenhalt bleibt“, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, Eugen Brysch:

„Tatsache ist, dass schon heute über 1,6 Millionen Menschen zu Hause gepflegt werden, davon rund 1,1 Millionen allein durch Angehörige. Schon in den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Menschen, die allein von Angehörigen gepflegt werden, um über 100.000 gestiegen. Nimmt man diese Entwicklung zur Grundlage, müssten im Jahr 2020 rund 2 Millionen Menschen zu Hause gepflegt werden, davon 1,35 Millionen nur durch Angehörige. Ebenso ist es eine Tatsache, dass ein großer Teil der heute Pflegebedürftigen nicht von berufstätigen Kindern gepflegt werden, sondern von den schon selber in die Jahre gekommenen Partnern: Alte pflegen Alte – das ist bereits heute schon für die Betroffenen eine riesige Belastung und keine Perspektive für die Lösung des Pflegeproblems im Jahr 2020. Es ist außerordentlich gewagt, auf Grundlage dieser Tatsachen zu behaupten, dass der Zusammenhalt zwischen den Generationen so groß sei wie nie zuvor. Von einem funktionierenden Miteinander der Gesellschaft zu reden, trifft schon heute nicht die Realität. Es wäre besser, wenn Bundesfamilienministerin Schröder diese Tatsachen akzeptiert und ein Pflegekonzept 2020 vorstellt, das die Realitäten in den Blick nimmt. Die Politik muss aufwachen: Der Traum, dass allein Angehörige und Freiwillige die Herausforderungen der Pflege lösen werden, wird nicht wahr werden.“

Berlin, 08. September 2010

Hintergrund

Die gemeinnützige und unabhängige Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung ist die Sprecherin der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen von über 55.000 Mitgliedern und Förderern und unterhält das bundesweit einzigartige Hospiz- und Patientenschutztelefon sowie die Schiedsstelle Patientenverfügung.


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