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Pressemeldungen 2009

16.10.2009

Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung erhält „Charity-Award“: Ärzte und Pflegende schätzen unbequemen Anwalt für Schwerstkranke und Sterbende


Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung erhält „Charity-Award“: Ärzte und Pflegende schätzen unbequemen Anwalt für Schwerstkranke und Sterbende

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Berlin. Die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung hat den in diesem Jahr erstmals verliehenen „Charity-Award“ des Springer-Fachverlags gewonnen. Unter zehn nominierten gemeinnützigen Organisationen wählten die Leser der medizinischen Zeitschriften des Verlags die Stiftung aus. „Es ist außergewöhnlich, dass die Patientenschutzorganisation diesen Preis erhält“, erklärt dazu der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch. „Es zeigt: Ärzte und Pflegende wissen, wie wichtig ein parteiischer Anwalt ist, der konsequent auf der Seite der Schwerstkranken und Sterbenden steht – auch wenn das manchmal unbequem für sie ist. Honoriert wurde sowohl unser Einsatz für jeden einzelnen Schwerstkranken, der sich Hilfe suchend an uns wendet, als auch unser gesellschaftspolitisches Engagement.“

Brysch verweist auf wichtige Erfolge, die die Stiftung in diesem Jahr errungen hat: Seit dem 1. August ist der Hospizaufenthalt für alle Patienten kostenlos und seit September ein Patientenverfügungsgesetz in Kraft, das zumindest einige Leitplanken für Vorausverfügungen einzieht. „Aber machen wir uns nichts vor“, warnt Brysch. „Unser Ziel haben wir noch nicht erreicht. Wir wollen, dass professionelle Schmerzmedizin, menschliche Zuwendung und spezialisierte Pflege für alle 500.000 Sterbenden zur Selbstverständlichkeit werden, die diese Leistungen brauchen. Davon sind wir noch weit entfernt. Derzeit werden jedes Jahr lediglich 19.000 Menschen in einem Hospiz begleitet und 34.000 finden Aufnahme in einer Palliativstation. Das führt uns vor Augen: Wir brauchen dringend mobile palliative medizinische und pflegerische Teams, die dort im Einsatz sind, wo tatsächlich gestorben wird – in Pflegeheimen, Krankenhäusern und zu Hause.“

Genug Geld wäre da, betont Brysch. „Unser Gesundheitssystem kostet jährlich 245 Milliarden Euro. Ungefähr die Hälfte dieses Betrags wird für Menschen ausgegeben, die sich in ihren letzten zwölf Lebensmonaten befinden. Nur: Das Geld wird vielfach nicht sinnvoll verwendet und kommt nicht dort an, wo es gebraucht wird“, kritisiert er. „Deshalb setzen wir uns für einen fundamentalen Wandel in der Gesundheitsversorgung der Betroffenen ein. Der ‚Charity-Award’ bestärkt uns. Uns haben die Frauen und Männer gewählt, die in den Gesundheitsberufen erleben, wie sehr der Kern unserer Botschaft durch Gewinnmaximierung, Effizienzsteigerung und Schlagzahlerhöhung leidet.“

Hintergrund

Die gemeinnützige und unabhängige Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung ist die Sprecherin der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen von über 55.000 Mitgliedern und Förderern.


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