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Pressemeldungen 2009

31.07.2009

Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung: Eigenanteil für Patienten in Hospizen entfällt ab morgen


Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung: Eigenanteil für Patienten in Hospizen entfällt ab morgen

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Berlin. „Wir haben seit 14 Jahren dafür gekämpft, jetzt ist unsere Forderung endlich Gesetz: Kein Patient muss mehr für seinen Aufenthalt in einem stationären Hospiz zahlen“, sagt der Geschäftsführende Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, Eugen Brysch. Am morgigen 1. August tritt die entsprechende, im Juni vom Bundestag beschlossene, Gesetzesänderung in Kraft. „Das ist ein wichtiger Erfolg. Denn bislang waren die Kosten für die Patienten oft unzumutbar hoch“, so Brysch. Der Eigenanteil der Patienten hing von vielen Faktoren ab – vom Abrechnungsverfahren des Hospizes bis zur Pflegestufe des Patienten – und betrug zum Teil 90 Euro pro Tag. „Jetzt gilt bundesweit: Kein Hospiz darf seinen Patienten mehr einen Eigenanteil in Rechnung stellen.“ Dafür bekommen die Hospize mehr Geld von den Krankenkassen. Der Zuschuss, den die Kassen mindestens pro Tag und Patient an die Hospize überweisen müssen, steigt von derzeit 151,20 Euro auf 176,40 Euro.

„Bei aller Freude über den Erfolg dürfen wir aber nicht vergessen“, mahnt Brysch: „Von dieser Gesetzesänderung profitieren nur sehr wenige. Im vergangenen Jahr haben lediglich 2,3 Prozent der bundesweit 830.000 Verstorbenen ihre letzten Tage und Wochen in einem der 163 stationären Hospize verbracht. Auch ambulante Hospizdienste und Palliativstationen in Krankenhäusern können die eklatante Versorgungslücke nicht schließen. Hieran muss sich dringend etwas ändern. Der einzig mögliche Weg dazu ist, ‚Hospiz’ als Idee und nicht als Ort zu begreifen. Fürsorge und Selbstbestimmung bis zuletzt müssen überall dort verwirklicht werden, wo Menschen sterben. Also auch und gerade in Pflegeheimen und Krankenhäusern, wo die speziellen Bedürfnisse der Betroffenen heute noch besonders häufig missachtet werden. Ein fundamentaler Schwenk in der Gesundheitsversorgung der Schwerstkranken und Sterbenden ist unumgänglich.“

Weitere Zahlen zur hospizlichen Begleitung und Palliative-Care-Versorgung in Deutschland finden Sie in der aktuellen HPCV-Studie der Deutschen Hospiz Stiftung: http://www.hospize.de/docs/hib/Sonder_HIB_02_09.pdf.

Hintergrund

Die gemeinnützige und unabhängige Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung ist die Sprecherin der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen von über 55.000 Mitgliedern und Förderern.


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