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Pressemeldungen 2008

30.10.2008

Deutsche Hospiz Stiftung: Parkanlagen nicht über Friedhofsgebühren finanzieren/ Aufgeblähte Bestattungskosten


Deutsche Hospiz Stiftung: Parkanlagen nicht über Friedhofsgebühren finanzieren/ Aufgeblähte Bestattungskosten

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Berlin. „In Deutschland dreht sich ein Teufelskreis, der sich zu Lasten der Trauernden immer weiter verschärft“, kommentiert der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, die seit Jahren steigenden Friedhofsgebühren. Anlässlich des Gedenktages Allerheiligen (1. November) erinnert er daran, dass die Bürger seit dem Wegfall des Sterbegeldes 2004 stärker auf die Bestattungskosten achten müssen. „Das führt zu immer mehr Urnenbegräbnissen, und in Folge dessen nehmen die Freiflächen auf den Friedhöfen zu.“ Diese Überhangflächen verursachen hohe Instandhaltungskosten, die sich die Gemeinden von den Angehörigen der Verstorbenen über steigende Gebühren bezahlen lassen. „Das Einzige, was den Kommunen in ihrer Konzeptionslosigkeit einfällt, ist immer weiter an der Preisschraube zu drehen“, kritisiert Brysch. Die von Stadt zu Stadt höchst unterschiedlichen Friedhofsgebühren sind seit 2005 um durchschnittlich ein Drittel gestiegen.

Friedhöfe verkleinern und Kostentransparenz schaffen

„Die Kommunen sind angehalten, Kostentransparenz zu schaffen und ihre Friedhöfe zu verkleinern. Die Pflege von Parkanlagen –nichts anderes sind letztendlich die großen Freiflächen – darf nicht über Friedhofsgebühren bezahlt werden“, fordert Brysch. „Der unverschämte Griff der Gemeinden in die Taschen der Bürger muss endlich ein Ende haben.“ In den vergangen 20 Jahren hat sich der Anteil der Feuerbestattungen verdoppelt. In deutschen Großstädten wird inzwischen mehr als jeder Zweite auf diese Weise bestattet. Auch anonyme Beisetzungen finden immer größere Verbreitung. Gut jeder fünfte Deutsche denkt bereits über eine solche kostengünstige Bestattung nach. „Es ist auch der Kostendruck, der die Menschen dazu treibt“, hält Brysch fest. „Auf der Strecke bleiben die Hinterbliebenen, die sich einen angemessenen Ort für ihre Trauer nicht mehr leisten können. Das ist die Konsequenz der unbedachten Politik der Kommunen.“

Hintergrund

Die gemeinnützige und unabhängige Deutsche Hospiz Stiftung ist die Patientenschutzorganisation für Schwerstkranke und Sterbende. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen von über 55.000 Mitgliedern und Förderern. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen DZI hat der Stiftung sein Spendensiegel verliehen, das Markenzeichen seriöser Spenden sammelnder Organisationen. Schirmherrin der Stiftung ist die Schauspielerin Uschi Glas.


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