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Pressemeldungen 2006

25.08.2006

Deutsche Hospiz Stiftung und Deutscher Hausärzteverband wollen Palliativleistungsgesetz


Deutsche Hospiz Stiftung und Deutscher Hausärzteverband wollen Palliativleistungsgesetz

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Berlin/Köln. Die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung und der Deutsche Hausärzteverband haben sich heute über die Inhalte eines Palliativleistungsgesetzes verständigt. Im Mai 2006 wurde hierzu ein Gesetzentwurf von der Deutschen Hospiz Stiftung vorgelegt.

Das Ziel des Gesetzentwurfs ist eine flächendeckende palliative Versorgung von Menschen, bei denen eine heilende Behandlung ausgeschlossen ist. Hierdurch soll insbesondere der ambulante Leistungsbereich gestärkt werden. Die Hausärzte erhalten darin eine wichtige Rolle. Die Weiterbildung und die hausärztliche Fortbildung sichern die Kompetenz der Versorgungsebene für die palliative Betreuung der lebensbegleitend versorgten Patienten. Darüber hinaus können erfahrene und zusätzlich qualifizierte Hausärzte in den Palliativdiensten tätig werden. Die „Lotsenfunktion“ des Hausarztes wird - falls von den Patienten gewünscht - sinnvoll ergänzt: Sog. Palliative-Care-Teams können zur Behandlung hinzugezogen werden. Sie unterstützen die hausärztliche Behandlung durch vertiefende palliativärztliche und –pflegerische Beratungen und Leistungen in einem multiprofessionellen Team mit entsprechendem Fachwissen und Erfahrungen. „Die Palliative-Care-Teams sind so aufgebaut, dass alle Möglichkeiten offen sind, Hausärzte im Team zu beteiligen“ erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch.

Der Gesetzentwurf sieht einen Rechtanspruch auf eine Versorgung mit ambulanten palliativen Leistungen vor, welcher im neuen § 37a SGB V definiert wird. Die Palliativversorgung ist also als Regelversorgung der Krankenkassen vorgesehen und wird so zu einem durchsetzbaren Patienten¬recht.

Das Palliativleistungsgesetz wird vom Hausärzteverband begrüßt. „Wir hoffen, dass der Gesetzentwurf in der Gesundheitsreform Beachtung findet, um eine verlässliche und qualitäts¬gesicherte Unterstützung der schwerkranken Menschen in Deutschland zu gewährleisten“ betont der stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes Sturm.

Hintergrund

Die gemeinnützige und unabhängige Deutsche Hospiz Stiftung ist die Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen von über 55 000 Mitgliedern und Förderern. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen DZI hat der Stiftung sein Spendensiegel verliehen, das Markenzeichen seriöser spendensammelnder Organisationen.
Der Deutsche Hausärzteverband und seine Landesverbände betreuen 35.000 niedergelassen Hausärzte in Deutschland. Eines der wesentlichen Ziele des Verbandes ist es, die Schlüsselposition der Hausärzte zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung zu festigen und auszubauen. Neben der Verfolgung der berufspolitischen Ziele bietet der Verband seinen Mitgliedern einen umfangreichen Wirtschaftsservice an.


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