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Pressemeldungen 2005

23.03.2005

Wir brauchen Information und Aufklärung, keine Sterbehilfedebatte


Wir brauchen Information und Aufklärung, keine Sterbehilfedebatte

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Dortmund. „Der Fall Terri Schiavo zeigt, dass schriftliche Patientenverfügungen absolut notwendig sind. Denn nur so können sich Patienten vor Mutmaßungen und Willkür Dritter schützen“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung. „Wir brauchen dringend mehr Aufklärung und Information darüber, wie Menschen für schwere Krankheitssituationen vorsorgen können. Was wir nicht brauchen, ist jetzt eine hitzige Debatte über Euthanasie.“ Denn gerade in dem Drama um die Wachkomapatientin geht es nicht um Tötung auf Verlangen, sondern darum, dass der Wille der Patientin nicht eindeutig ermittelbar ist. „Terri Schiavo ist ein besonders tragischer Fall – aber er darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Alternative nicht Töten oder Leben verlängern heißt. In der Begleitung der Schwerstkranken geht es vor allem darum, umfassende Hilfe anzubieten, damit Lebensqualität bis zuletzt möglich ist“, betont Brysch.

Begleitung und Pflege der Schwerstkranken endlich verbessern

Die Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Sterbenden weist darauf hin, dass die Angebote umfassender, professioneller Pflege und Begleitung am Lebensende unzureichend sind. Dazu gehören moderne Schmerztherapie, die Kontrolle quälender Begleiterscheinungen wie Atemnot und Übelkeit sowie psycho-soziale Unterstützung. In Deutschland erhalten nur zwei Prozent der jährlich 850 000 Sterbenden diese umfassende Pflege und Begleitung. In den USA liegt die Versorgungsquote dagegen bei 30 bis 40 Prozent. „Nur sachliche Aufklärung, umfassende Pflege und Begleitung hilft den Schwerstkranken und ihren Angehörigen weiter. Alles andere ist Augenwischerei“, sagt Brysch.

Hintergrund

Die gemeinnützige und unabhängige Deutsche Hospiz Stiftung ist die Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen von über 55 000 Mitgliedern und Förderern. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen DZI hat der Stiftung sein Spendensiegel verliehen, das Markenzeichen seriöser Spenden sammelnder Organisationen. Schirmherrin der Stiftung ist die Schauspielerin Uschi Glas.


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