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Pressemeldungen 2004

24.08.2004

Zuzahlungen für Sterbende sind unmenschlich


Zuzahlungen für Sterbende sind unmenschlich

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Dortmund. Immer mehr Stimmen aus Politik und Gesundheit werden laut, Schwerstkranke von den Zuzahlungen für Medikamente und Praxisgebühr zu befreien. „Das wird auch höchste Zeit“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung in Dortmund. „Gerade Schwerstkranke sind extrem hoch belastet.“ Wer im stationären Hospiz versorgt und begleitet wird, muss ohnehin schon in der Regel einen Eigenanteil leisten. Seit Jahresbeginn muss ein Hospizpatient auch noch für Arztbesuche und Medikamente draufzahlen. „Das ist unmenschlich“, sagt Brysch.

Belastung für Hospizpatienten auch ohne Praxisgebühr extrem hoch

Die Praxisgebühr und die Medikamentenzuzahlung trifft mit Hospizpatienten Menschen, die ohnehin mehrfach belastet sind. Zu den großen psychischen und körperlichen Leiden der Schwerstkranken und Sterbenden kommen immer mehr finanzielle Sorgen hinzu. Die Fakten: Jeder Schwerstkranke, der im stationären Hospiz versorgt wird, muss in der Regel eine Eigenbeteiligung leisten. Ein Hospizplatz kostet pro Patient etwa 250 Euro pro Tag. Laut Sozialgesetzbuch fünf, Paragraf 39a erfolgt die Kostenübernahme durch eine Mischfinanzierung: Krankenkassen, Pflegeversicherung und Hospiz teilen sich den Großteil der Kosten. Wie viel der Patient tatsächlich zahlen muss, variiert sehr stark. Der Eigenanteil kann bei bis zu 80 Euro am Tag liegen. „Schon diese Regelung haben wir als Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Sterbenden abgelehnt. Sie wurde aber zu Lasten der Schwächsten im Gesundheitssystem politisch durchgesetzt“, sagte Brysch. „Es ist höchste Zeit, Hospizpatienten zu entlasten und sie von Praxisgebühr und Medikamentenzuzahlungen zu befreien.“

Hintergrund

Die gemeinnützige und unabhängige Deutsche Hospiz Stiftung ist die Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen von über 55 000 Mitgliedern und Förderern. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen DZI hat der Stiftung sein Spendensiegel verliehen, das Markenzeichen seriöser spendensammelnder Organisationen. Schirmherrin der Stiftung ist die Schauspielerin Uschi Glas.


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