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Pressemeldungen 2004

07.04.2004

Deutsche Hospiz Stiftung: Kein Euthanasiegesetz für Deutschland


Deutsche Hospiz Stiftung: Kein Euthanasiegesetz für Deutschland

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Berlin. Die Deutsche Hospiz Stiftung ist entsetzt über den Plan von Abgeordneten aus Regierungskoalition und FDP, ein Gesetz zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe zu initiieren. „Wenn die aktive Sterbehilfe legalisiert wird, bedeutet das das Ende der Selbstbestimmung des Patienten“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung. „Denn in den meisten Fällen werden dann andere entscheiden, wann ein Patient zu sterben hat.“ Legt man die Erfahrungen aus den Niederlanden zugrunde, würden jedes Jahr 5500 Menschen in Deutschland ohne ihre Zustimmung getötet werden. „Es ist eine Lüge zu behaupten, ein Euthanasiegesetz könne Missbrauch verhindern. Ein solches Gesetz öffnet dem Missbrauch erst Recht Tür und Tor“, so Brysch. In Deutschland ist das Töten auf Verlangen vollkommen zu Recht ein eigener Tatbestand. Entscheidend ist, aus welchem Motiv der Arzt handelt. Dies muss in jedem Einzelfall genau geprüft werden.

Kein Konzept für würdiges Sterben

„Aktive Sterbehilfe heißt: Sterbende und schwerstkranke Menschen einfach und schnell loszuwerden. Ein so menschenverachtender Gedanke ist das Ergebnis einer verfehlten Gesundheitspolitik“, so Brysch. Tatsächlich ist es gerade die aktuelle Gesundheitspolitik, die ein durchdachtes Konzept für würdevolles Sterben verhindert.

Die Deutsche Hospiz Stiftung fordert die Politik auf, endlich mit intelligenten Modellen auf dieses Manko zu reagieren. Sinnvoll wäre beispielsweise eine flächendeckende Palliative-Care-Versorgung. Bislang erhalten nur 2,1 Prozent der 850 000 Sterbenden in Deutschland eine solch professionelle und umfassende Begleitung.

Hintergrund

Die gemeinnützige und unabhängige Deutsche Hospiz Stiftung ist die Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen von über 55 000 Mitgliedern und Förderern. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen DZI hat der Stiftung sein Spendensiegel verliehen, das Markenzeichen seriöser spendensammelnder Organisationen. Schirmherrin der Stiftung ist die Schauspielerin Uschi Glas.


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