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Pressemeldungen 2003

09.09.2003

Deutsche Hospiz Stiftung: Arbeitsgruppe „Patientenautonomie am Lebensende“ macht den Wirrwarr um Patientenverfügungen perfekt


Deutsche Hospiz Stiftung: Arbeitsgruppe „Patientenautonomie am Lebensende“ macht den Wirrwarr um Patientenverfügungen perfekt

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Dortmund/ Berlin. Die Deutsche Hospiz Stiftung kritisiert das Chaos, das mit der Einsetzung der Arbeitsgruppe „Patientenautonomie am Lebensende“ durch die Bundesjustizministerin Zypries entstanden ist. Bereits der Arbeitsauftrag ist unklar: Zypries will mehr Rechtssicherheit bei Patientenverfügungen. Dagegen macht sich Klaus Kutzer, Leiter der Arbeitsgruppe, für eine breite Diskussion bis hin zur Euthanasie stark. Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung: „Das Chaos ist perfekt. Die Betroffenen erhalten keine praktische Hilfe. Stattdessen wird das Tohuwabohu um Patientenverfügungen verschärft. Zypries ist jetzt gefordert, für Klarheit zu sorgen. Sonst ist zu befürchten, dass über Regelungen zu Patientenverfügungen aktive Sterbehilfe salonfähig gemacht wird.“ Die Deutsche Hospiz Stiftung als die Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Sterbenden weist darauf hin, dass Autonomie ohne Aufklärung nicht möglich ist. „Wer nichts über Hospizarbeit und Palliative-Care, die umfassende Pflege und medizinische Versorgung von unheilbar kranken Menschen, weiß, ist der Fremdbestimmung ausgeliefert. Der Schritt zur Euthanasie ist dann sehr klein“, stellt Brysch klar.

Hospiz Stiftung forderte gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen

Die Deutsche Hospiz Stiftung, die mit dem Hospiztelefon die einzige bundesweite Anlaufstelle für inhaltliche Überprüfungen von Patientenverfügungen bietet, hatte von Bundesjustizministerin Zypries gefordert, diese Verfügungen endlich gesetzlich zu regeln. Ein Beschluss des Bundesgerichtshofs im März zu diesem Thema hatte viele Menschen verunsichert. Bundesjustizministerin Zypries kündigte daraufhin an, eine Arbeitsgruppe einzuberufen, die Empfehlungen für die Regelung von Patientenverfügungen erarbeiten soll. Die Deutsche Hospiz Stiftung wird an dieser Arbeitsgruppe nicht beteiligt. Und dies, obwohl laut Justizministerium darin „alle Interessen, die sich mit diesem Themenkreis befassen, repräsentiert sind.“ Brysch: „Sterbende und Schwerstkranke gehören offenbar nicht dazu.“

Hintergrund

Die gemeinnützige und unabhängige Deutsche Hospiz Stiftung finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen von 55 000 Mitgliedern und Förderern. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen DZI hat der Stiftung sein Spendensiegel verliehen, das Markenzeichen seriöser spendensammelnder Organisationen.


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