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Pressemeldungen 2003

22.05.2003

Politik muss Forderungen der Ärzteschaft umsetzen - Deutsche Hospiz Stiftung begrüßt Vorschlag der Ärzte zur Palliativmedizin


Politik muss Forderungen der Ärzteschaft umsetzen - Deutsche Hospiz Stiftung begrüßt Vorschlag der Ärzte zur Palliativmedizin

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Dortmund. Palliativmedizin – also die umfassende psychosoziale, pflegerische, medizinische und seelsorgliche Begleitung Schwerstkranker und Sterbender – soll fester Bestandteil der Aus- und Fortbildung für Mediziner werden. Die Deutsche Hospiz Stiftung – Patientenschutzorganisation für Schwerstkranke und Sterbende – stellt sich voll hinter diesen, von ihr seit langem geforderten, Antrag, der heute auf dem 106. Deutschen Ärztetag diskutiert wird. Gleichzeitig warnt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung, jedoch: „Diese Forderung darf nicht deshalb im Sande verlaufen, weil die Politik nicht die Kraft zu grundlegenden Reformen des Gesundheitssystems hat. Alle sind Betroffene, denn jeder Mensch möchte am Lebensende menschlich, qualifiziert und umfassend betreut werden.“

35 Euro für den Totenschein – 15 Euro für den Hausbesuch

Veränderung ist jetzt gefordert: Nach einer Studie der Stiftung werden von den jährlich etwa 850 000 Sterbenden nur knapp 1,8 Prozent qualifiziert palliativ versorgt. Im Ausland liegt die Quote dagegen bis oberhalb 30 Prozent. Eugen Brysch: „Bis zu 60 Prozent der jährlichen Gesundheitsausgaben von 218 Milliarden Euro werden für Schwerstkranke und Sterbende ausgegeben. Trotzdem ist die palliativmedizinsche Versorgung mangelhaft.“ Ein Grund dafür: Eigene Pauschalen für Palliativmedizin sehen die Abrechnungskataloge der Ärzte nicht vor. So kann ein Arzt für das Ausstellen eines Totenscheines heute etwa 35 Euro abrechnen während ihm ein „normaler“ Hausbesuch weniger als die Hälfte einbringt.

Die Deutsche Hospiz Stiftung fordert die Ärzte auf, gemeinsam auf die Politik Druck zu machen, um im Sinne der Palliativmedizin am Abrechnungssystem etwas zu ändern. Denn dieses ist verantwortlich für die schlechte Versorgung Schwerstkranker und Sterbender in Deutschland. Brysch: „Intelligente Konzepte, die sich an den wirklichen Bedürfnissen der Sterbenden orientieren, sind finanzierbar. Im Ausland stehen mit großem Erfolg den Betroffenen in den letzten Monaten beispielsweise seit Jahren persönliche Budgets zur eigenen Verfügung.“

Hintergrund

Die Deutsche Hospiz Stiftung hat seit ihrer Gründung 1995 eine stetig wachsende Zahl von Unterstützern und finanziert sich ausschließlich durch Spenden und Beiträge von etwa 55.000 Spendern und Mitgliedern. Das Zentralinstitut für soziale Fragen hat der gemeinnützigen Organisation sein Spendensiegel verliehen – das Markenzeichen seriöser spendensammelnder Organisationen. Schirmherrin der Stiftung ist die Schauspielerin Uschi Glas.


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