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Pressemeldungen 2002

06.12.2002

„Möllemann der Pathologie“ - Deutsche Hospiz Stiftung fordert, Sezier-Spektakel des Plastinators zu stoppen


„Möllemann der Pathologie“ - Deutsche Hospiz Stiftung fordert, Sezier-Spektakel des Plastinators zu stoppen

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

München. Erst London, jetzt München: Gunther von Hagens zieht sezierend durch Europa. Der 57-jährige Arzt wurde durch seine Ausstellung Körperwelten bekannt. Monika Schweihoff, Ärztin der Deutschen Hospiz Stiftung, ist angewidert: „Von wegen Aufklärung und wissenschaftlicher Fortschritt. In Wahrheit geht es um Selbstinszenierung des Plastinators.“ Die Stiftung mit ihrem Informationsbüro in München fordert die Justizbehörden auf, Sezier-Spektakel in Deutschland generell zu verhindern.

Obduktionen sind ins Gerede gekommen, auch durch die Odyssee des Gehirns der Terroristin Ulrike Meinhof. Dabei können seriöse Obduktionen wichtige Erkenntnisse bringen. Nicht so bei von Hagens. Er verschafft lediglich einem Laienpublikum einen gruseligen, unterhaltsamen Abend. Schweihoff: „Das öffentlich Verwursten eines Körpers klärt keinen auf. Sensations-Sezieren schafft noch größere Distanz zum Tod.“ Der verstorbene Mensch wird zum Objekt handwerklicher Ausweidetechnik. Schweihoff: „Wenn man von Hagens das Deckmäntelchen wissenschaftlicher Aufklärung wegzieht, bleibt nur noch der Möllemann der Pathologie.“

Geschäft mit dem Tod

Hinterbliebene erinnern sich an die streichelnde Hand, an den Blick, an das Lächeln des Verstorbenen. Das schildern Anrufer am bundesweiten Schmerz- und Hospiztelefon der Deutschen Hospiz Stiftung immer wieder. Von Hagens aber zerstückelt Verstorbene in seiner Show in Einzelteile – und zerstört damit das Andenken. Dieses Geschäft mit dem Tod verhilft von Hagens nicht nur zur Bekanntheit, sondern auch durch Eintrittskarten und Fernsehrechte zu Geld. Dadurch bringt er seriöse Obduktionen ins Gerede und verunsichert viele Menschen. Sie haben Angst davor, eines Tages gegen ihren Willen obduziert zu werden. Wer sich absichern will, kann dies mit der Medizinischen Patientenanwaltschaft – der juristisch abgesicherte Patientenverfügung der Stiftung.

Die gemeinnützige und unabhängige Deutsche Hospiz Stiftung mit Sitz in Dortmund ist die Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie hat über 50 000 Förderer und Mitglieder. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen DZI hat der Stiftung sein Spendensiegel verliehen, das Markenzeichen seriöser spendensammelnder Organisationen.


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