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Pressemeldungen 2002

09.09.2002

Kanzler-Duell: keine Konzepte für die Gesundheitspolitik - Deutsche Hospiz Stiftung fordert Tagesbudgets für Schwerstkranke


Kanzler-Duell: keine Konzepte für die Gesundheitspolitik - Deutsche Hospiz Stiftung fordert Tagesbudgets für Schwerstkranke

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Dortmund. Thema verfehlt: Stundenlang redeten Schröder und Stoiber beim Kanzlerduell am Sonntag (8.9.) an der Realität der meisten Wähler vorbei. Entscheidend ist in den nächsten vier Jahren neben der Arbeitsmarkt- vor allem die Gesundheitspolitik. Doch die Kontrahenten haben dem Wähler keinen reinen Wein eingeschenkt, wie es in der Gesundheitspolitik weitergehen soll. Die Diskussion über Kassenbeiträge allein greift zu kurz und wird scheitern. Die alarmierende Versorgungslage der Schwerstkranken und Sterbenden blieb beim Kanzlerduell völlig außen vor. Jedes Jahr sind Millionen von Menschen mit dem Sterben eines Angehörigen konfrontiert. Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung: „Will der zukünftige Kanzler, gleich welcher Couleur, die Betroffenen dabei allein lassen? Sie brauchen politische Konzepte statt Worthülsen.“

Frei wählen statt sich quälen

Die Deutsche Hospiz Stiftung mit Sitz in Dortmund bricht eine Lanze für eine grundlegende Reform des Gesundheitswesens. Brysch: „Der Patient muss endlich im Mittelpunkt stehen.“ Schwerstkranke und Sterbende brauchen Hospizarbeit und Palliative Care - die umfassende medizinische und pflegerische Versorgung mit psychologischer und seelsorglicher Begleitung. Schon heute werden im Gesundheitswesen über 60 Prozent des Jahresbudgets von 250 Millionen Euro für die letzten zwölf Monate ausgegeben. Die Frage ist jedoch: Wie viel davon kommt wirklich den Sterbenden zugute? Deshalb müssen die Politiker endlich grundsätzlich die Struktur des Gesundheitssystems ändern und alle Leistungserbringer zwingen, angemessen auf die Bedürfnisse der Patienten zu reagieren. Dabei geht es nicht um mehr Geld, sondern darum, das Vorhandene sinnvoll zu verteilen.

Nötig sind Tagesbudgets in Höhe von 250 Euro für Schwerstkranke in den letzten Wochen und Monaten. Damit könnte jeder am Lebensende frei wählen, welche Behandlung und Begleitung er will. Tagesbudgets sichern Lebensqualität und Selbstbestimmung bis zuletzt. Zur Zeit finanziert das Gesundheitssystem viel zu oft sinnlos eine quälende Apparatemedizin statt guter, qualifizierter Sterbebegleitung.

Die gemeinnützige und unabhängige Deutsche Hospiz Stiftung ist die Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie hat über 50 000 Förderer und Mitglieder.


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