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Pressemeldungen 2002

31.07.2002

Erste flächendeckende Studie über Palliative-Care-Versorgung - Deutsche Hospiz Stiftung fordert 250 Euro Tagesbudgets für Schwerstkranke


Erste flächendeckende Studie über Palliative-Care-Versorgung - Deutsche Hospiz Stiftung fordert 250 Euro Tagesbudgets für Schwerstkranke

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Dortmund. Wie viele Schwerstkranke bekommen in Deutschland eine gute Versorgung? Welche Lücken bestehen für sie im Gesundheitssystem? Welches Bundesland schneidet im Ländervergleich wie ab? Kurz vor der Bundestagswahl legt die Deutsche Hospiz Stiftung mit der ersten flächendeckenden Studie zur Palliative-Care-Versorgung, kurz PCV-Studie, den Finger in die Wunde. Palliative-Care ist die umfassende medizinische und pflegerische Versorgung mit psychologischer und seelsorglicher Begleitung von schwerstkranken Menschen. Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, hat die PCV-Studie heute (31.7.) vorgestellt. Danach bekommen von den jährlich 850 000 Sterbenden knapp 15 300 Hilfe durch Palliative-Care. Das sind gerade mal 1,8 Prozent. Brysch: „Nötig wären nach vorsichtigen Schätzungen mindestens 40 Prozent.“ Vorbildlich ist hingegen die Versorgung in den USA mit knapp 37 Prozent. Dort erhalten Schwerstkranke Tagesbudgets; sie haben in ihren letzten Lebensmonaten die freie Wahl unter den Leistungen des Gesundheitswesens. Jeder zweite wählt Palliative-Care.

Aktive Lebenshilfe statt aktive Sterbehilfe

Brysch: „Es ist eine Schande, dass viele in Deutschland über aktive Sterbehilfe reden, aber kaum jemand über aktive Lebenshilfe.“ Lebensqualität in den letzten Wochen und Monaten ermöglichen Hospizarbeit und Palliative-Care. Brysch fordert deshalb Tagesbudgets in Höhe von 250 Euro für Schwerstkranke und Sterbende. Dieses Tagesbudget soll für maximal 12 Monate gezahlt werden. Nur so wird es möglich sein, dass sterbende Patienten im Mittelpunkt stehen und sie wahre Selbstbestimmung erhalten. Zur Zeit werden im Gesundheitssystem rund 170 000 Euro für jeden Sterbenden aufgewandt. Dabei wird oft Maximaltherapie aber nicht gute Sterbebegleitung finanziert. Vor der Bundestagswahl müssen die Parteien jetzt endlich Farbe bekennen, ob sie diesen falschen Weg weitergehen wollen. Die gemeinnützige und unabhängige Deutsche Hospiz Stiftung mit Sitz in Dortmund ist die Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie hat über 50 000 Förderer und Mitglieder.


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