Startseite

PatientenschutztelefonKostenfreie Beratung

Patientenschutztelefon

Patientenschutztelefon

Dortmund: 0231 7380730
Berlin: 030 28444840
München: 089 2020810

Pressemeldungen 2002

27.02.2002

Bundesausschuss erteilt ohne Sachkenntnis Absage an Kranken-Kost - Deutsche Hospiz Stiftung fordert Veto der Gesundheitsministerin


Bundesausschuss erteilt ohne Sachkenntnis Absage an Kranken-Kost - Deutsche Hospiz Stiftung fordert Veto der Gesundheitsministerin

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Dortmund. Der Bundesausschuss Ärzte und Krankenkassen hat das Recht Schwerstkranker auf Kranken-Kost beschnitten. Dazu gehört auch die Sondennahrung, die jährlich 140.000 Patienten neu bekommen. Die Deutsche Hospiz Stiftung stellt fest, dass ohne wissenschaftliche Ergebnisse abzuwarten allein wirtschaftliche Kriterien ausschlaggebend waren. Das ist unverantwortlich. "Das Wohl der Patienten spielt nur eine Nebenrolle. Dem Ausschuss war es wichtiger, vorschnell Fakten zu setzen als die Realität zu berücksichtigen", sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung mit Sitz in Dortmund.

Welche Ernährung tatsächlich zu besserer Lebensqualität führt und die Schwerstkranken vor dem Verhungern bewahrt, ist in Deutschland noch nicht abschließend untersucht. Wissenschaftlich aussagefähige Studien liegen frühestens Ende des Jahres vor. Deshalb fordert die Deutsche Hospiz Stiftung die Bundesgesundheitsministerin dazu auf, von ihrem Veto-Recht Gebrauch zu machen. Brysch: "Niemand soll später behaupten können, er hätte von allem nichts gewusst."

Nach Jahren der reduzierten Ausgaben insbesondere für Schwerstkranke in der Pflege hat der Bundesausschuss nun auch noch beschlossen, die Messlatte für Kranken-Kost extrem hoch anzulegen. Brysch: "Es ist zynisch, jetzt statt Sondenernährung eine bessere Pflege zu fordern. Voraussetzungen für gute Pflege sind in Deutschland nicht vorhanden."


Wir sind für Sie da!

Geschäftsstelle Dortmund: Tel. 0231 7 38 07 30
Informationsbüro Berlin: Tel. 030 28 44 48 40
Informationsbüro München: Tel. 089 2 02 08 10

www.stiftung-patientenschutz.de
info@stiftung-patientenschutz.de