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Pressemeldungen 2001

21.03.2001

Kein Maulkorb für Patientenschutz - Kommerzielles Tötungsgeschäft darf weiter angeprangert werden


Kein Maulkorb für Patientenschutz - Kommerzielles Tötungsgeschäft darf weiter angeprangert werden

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

München / Dortmund. Die Deutsche Hospiz Stiftung darf auch zukünftig in ihrem "Weißbuch Sterbehelfer" die kommerziellen Praktiken von Befürwortern aktiver Sterbehilfe aufdecken. Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung, zeigte sich erfreut über einen entsprechenden Beschluss des Landgerichts München: "Wir sind für das Leben" bringt er den Einsatz für Hospizarbeit als menschenwürdige Alternative zur Euthanasie auf den Punkt. "Dazu gehört auch offensive Aufklärung über gefährliche Machenschaften."

DGHS: Profitorientierung statt Sterbebegleitung

Die "Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben" (DGHS) wirbt in ihrer Mitgliederzeitschrift u.a. für eine Broschüre "Selbsterlösung durch Medikamente" (22,30 DM), eine "Lose-Blatt-Sammlung" mit Tipps zur Selbsttötung (44 DM), den Plastikbeutel "Exit-Bag" (85 DM). Diese erschreckende Profitorientierung der Sterbehelfer ist der Öffentlichkeit kaum zugänglich. Mit dem "Weißbuch 2000", der ersten umfassenden Faktensammlung, sorgt die Deutsche Hospiz Stiftung daher seit Oktober 2000 für Aufklärung.

Die Deutsche Hospiz Stiftung (rd. 50.000 Mitglieder und Förderer) setzt sich als Patientenschutzorganisation für die Interessen Schwerstkranker und Sterbender im ganzen Gesundheitswesen ein. Unter dem Motto "Weil Sterben auch Leben ist" lehnt sie aktive Sterbehilfe als Schein-Lösung ab und setzt sich für Hospizarbeit und Palliativmedizin als selbstbestimmte und menschenwürdige Alternative ein.

DGHS-Druckerei scheitert vor Gericht
Verfassungstreue angezweifelt

Die DGHS-Druckerei Offsetdruck Haag GmbH hatte einen Eilantrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gestellt. Damit sollte aus Urheberrechtsgründen der Vertrieb des Weißbuchs gestoppt werden. Der Antrag wurde heute zurückgewiesen, weil die urheberrechtliche Aktivlegitimation nicht deutlich war. Die Deutsche Hospiz Stiftung hatte mehrere Gegenargumente ins Feld geführt:

- Bei 300 000 Suizidversuchen jährlich führen hinterher 95% der Patienten nach entsprechender Therapie ein glückliches Leben und sind froh überlebt zu haben. Dass die DGHS für Suizid-Anleitungen wirbt ist kaum bekannt, darüber aufzuklären außerordentlich wichtig.

- Aktive Sterbehilfe ist in Deutschland aus guten Gründen illegal: Sie ist naturgemäß unumkehrbar und nimmt dem Betroffenen jede Chance, eine mögliche Besserung seines Zustands zu erleben. Sie reagiert auf die unbestrittenen Missstände im Gesundheitswesen nur mit einer kostengünstigen Schein-Lösung: Dem Töten von Menschen in Situationen, die subjektiv als ausweglos empfunden werden, jedoch die Alternativen Hospizarbeit und Palliativmedizin haben. Wo dies aus kommerziellen Gründen ausgenutzt wird, sind Gegeninformationen nötig, die eine detaillierte Wiedergabe unabdingbar machen.

Hier geht es um Grundrechte: "Angesichts dieser Aktivitäten darf man dann mit Fug und Recht fragen, ob die DGHS sich noch auf dem Boden der Verfassung befindet," betont Eugen Brysch.


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