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Pressemeldungen 2001

03.01.2001

Sterbehelfer errichten Mauer der Menschenverachtung - Deutsche Hospiz Stiftung deckt dunkle Machenschaften auf


Sterbehelfer errichten Mauer der Menschenverachtung - Deutsche Hospiz Stiftung deckt dunkle Machenschaften auf

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

Dortmund/Augsburg. Ein neues Kapitel beim Thema Sterbehilfe hat diese Woche die Stadt Zürich aufgeschlagen: Seit dem 1. Januar ist dort in den städtischen Alten- und Pflegeheimen die Beihilfe zum Suizid erlaubt. "Das ist der nächste Stein in der Mauer der Menschenverachtung", empört sich Barbara Gottschlich, Pressesprecherin der Deutschen Hospiz Stiftung. Und das obwohl erst im Dezember ein Schweizer Gericht einen Sterbehelfer verurteilt hat, der beim Suizid einer Frau nachgeholfen hatte - per Plastiksack. Die Machenschaften selbst ernannter Sterbehelfer hier zu Lande deckt die Deutsche Hospiz Stiftung in ihrer neuen Publikation auf, im "Weißbuch 2000 - Sterbehelfer in Deutschland". In dieser ersten umfassenden Faktensammlung enthüllt sie vor allem die Profitorientierung der sogenannten Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) mit Sitz in Augsburg. Im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen diese Sterbehelfer, weil Prominente wie Inge Meysel für sie werben.

Profit statt Hilfe

Doch anstatt sich für menschenwürdiges Sterben einzusetzen, bereichern sich die Sterbehelfer. Ihre Broschüre "Selbsterlösung durch Medikamente" kostet 22,30 DM, die "Lose-Blatt-Sammlung" mit Tipps zur Selbsttötung 44 DM, ein Plastikbeutel um sich damit zu ersticken 85 DM, die Mitgliedschaft bei der DGHS jährlich 80 DM und lebenslänglich 1500 DM. In dem Weißbuch der Deutschen Hospiz Stiftung stehen interne, darunter brisante Informationen, die normalerweise nur Mitgliedern der DGHS zugänglich sind, zusammengestellt und unkommentiert abgedruckt. Wer Material wie die Lose-Blatt-Sammlung bei den Sterbehelfern bestellt, muss sich verpflichten "die Informationen unter Verschluss zu halten und sie nicht an Dritte auszuhändigen". Dafür gibt es gute Gründe: Die DGHS agiert bestenfalls am Rande der Legalität. Das verrät sie in ihrer eigenen Mitgliederzeitschrift, in der sie die Broschüre "Selbsterlösung durch Medikamente" anbietet: "Sie erklären sich durch den Kauf automatisch damit einverstanden, die Publikation nicht an Dritte weiterzugeben. Diese Maßnahme dient Ihrem straf- und zivilrechtlichen Schutz."

Das "Weißbuch 2000 - Sterbehelfer in Deutschland" bestellen kann jeder gegen 20 DM (bar, Briefmarken oder Verrechnungs-Scheck) bei der Deutschen Hospiz Stiftung, Im Defdahl 5-10 in 44141 Dortmund.


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