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06.11.2000

Deutsche Hospiz Stiftung stellt erstmalig Studie der Betroffenen vor - Schwerstkranke wollen Lebenshilfe statt aktiver Sterbehilfe


Deutsche Hospiz Stiftung stellt erstmalig Studie der Betroffenen vor - Schwerstkranke wollen Lebenshilfe statt aktiver Sterbehilfe

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: newseditor

München/Dortmund. Aus Anlass der November-Gedenktage stellte die Deutsche Hospiz Stiftung heute (6.11.) in München Fakten zum Thema Sterben vor. Sie stammen aus einer Befragung von Home Care Berlin, deren Beratungs-Projekt für Hausärzte die Stiftung fördert. Die Befragung gibt Aufschluss über Probleme, Sorgen und Befürchtungen von 1.100 Sterbenden - aber auch über die Chancen qualifizierter Sterbebegleitung. Ein Ergebnis: Das größte Problem der Schwerstkranken ist die Belastung ihrer Angehörigen. Nicht weniger als ein Drittel hat diese Aussage getroffen. Mit knapp einem Viertel (22,6 %) war die eigene psychische Verarbeitung der Krankheit das zweitwichtigste Problem. "Das zeigt, wo die Mängel in unserem Gesundheitswesen wirklich liegen", so Uschi Glas, Schirmherrin der Stiftung. "Es fehlt an psychosozialer und ganzheitlicher Betreuung mit qualifizierter pflegerischer und ärztlicher Begleitung."

Diskussion um Sterbehilfe ist menschenverachtend

Bisherige Studien hatten nicht die Schwerstkranken in den Mittelpunkt gestellt, sondern fast ausschließlich diejenigen gefragt, die nicht selbst betroffen sind. Jahr für Jahr sterben über 850 000 Menschen. Sie können in ihrer letzten Lebensphase keine Selbsthilfegruppe mehr gründen oder gar einen Streik organisieren. Daher setzt sich die Deutsche Hospiz Stiftung für ihre Rechte ein, streitet für sie. Bei ihnen setzt das Gesundheitswesen am liebsten den Rotstift an, schließlich kostet die letzte Zeit des Lebens etwa zwei Drittel aller Mittel. Was die neue Studie auch zeigt: Die meisten Schwerstkranken, die optimal versorgt werden, können zu Hause sterben. Es geht also insgesamt nicht um mehr Geld, sondern darum, die Budgets anders zu verteilen. Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung mit Sitz in Dortmund: "Verbohrtheit hilft nicht weiter. Nötig ist vor allem eine Ausweitung der ambulanten qualifizierte Sterbebegleitung durch Palliativmedizin." Das fordert die Deutsche Hospiz Stiftung - und zwar nicht nur im November.


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