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Pressemeldungen 2014

22.08.2014

Organ-Transplantationen: Staatliches Robert-Koch-Institut soll Wartelisten überwachen und überprüfen


Organ-Transplantationen: Staatliches Robert-Koch-Institut soll Wartelisten überwachen und überprüfen

Kategorie:Pressemitteilungen 
Erstellt von: kdiehl

Zu dem Manipulationsverdacht am Deutschen Herzzentrum Berlin erklärt der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch:

Berlin. "Der Verdacht wiegt schwer, dass das Deutsche Herzzentrum Berlin in die Manipulationen des Transplantationsystems verwickelt ist. Bisher haben Bundesärztekammer und Prüfungskommission immer wieder beschwichtigt, dass Auffälligkeiten hauptsächlich bei Lebertransplantationen lägen. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, die Prüfungs- und Überwachungskommission zu professionalisieren. Es kann nicht sein, dass wir eine solch wichtige Aufgabe in Deutschland neben- und ehrenamtlich organisieren. Die Patientenschützer fordern deshalb Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe auf, diese Überwachung und Prüfung dem Robert-Koch-Institut zu übertragen. Ebenso müssen jetzt zügig alle Transplantationen der vergangenen zehn Jahre untersucht werden. Diese wichtige Aufarbeitung kann nicht erst ab 2010 beginnen.
Die Vorgänge in Berlin verunsichern die Öffentlichkeit und insbesondere die Patienten einmal mehr: Die Schwerstkranken fragen sich, ob sie aufgrund von Manipulationen der Warteliste Nachteile erlitten haben. Bisher haben sie keine Möglichkeiten, Entscheidungen auf der Warteliste rechtlich überprüfen zu lassen. Schließlich geht es um die Verteilung von Lebenschancen.


Hintergrund
Die gemeinnützige Deutsche Stiftung Patientenschutz ist die Sprecherin der schwerstkranken, schwerstpflegebedürftigen und sterbenden Menschen. Zur Wahrung der Unabhängigkeit verzichtet sie auf Gelder der Leistungserbringer, Krankenkassen und der öffentlichen Hand. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen ihrer 55.000 Mitglieder und Förderer. Mit dem Patientenschutztelefon bietet sie Hilfesuchenden und Betroffenen praktische Unterstützung bei Fragen rund um das Pflegerecht, Pflegeeinstufungen und Pflegemissstände. Ebenso hilft sie bei der Durchsetzung des Anspruchs auf Palliative Care und Sterbebegleitung, bietet Beratungen und Umsetzung von Patientenverfügungen sowie Hilfe beim Krankenkassenwechsel an. Sie hieß früher Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung.


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