Pressemeldungen

28.07.2016

Mehrgenerationenhaushalte: Bundesregierung ignoriert die Fakten

Zu den heute vorgestellten Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Sachen Mehrgenerationenhaushalte erklärt der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch:

Dortmund. "Mehrgenerationenhaushalte sind eine aussterbende Spezies. In den letzten 20 Jahren halbiert, machen sie heute nicht einmal ein Prozent aller Haushalte aus. Dennoch setzt die Bundesregierung genau auf dieses Modell bei der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Sie ignoriert die Fakten. Wann endlich begreifen die Bundesminister Gröhe und Schwesig, dass sich die Lebenswirklichkeit in Deutschland dramatisch geändert hat. Wir brauchen eine demographiesichere Pflegeversicherung. Das auf die Hilfe von Angehörigen setzende Teilkaskosystem ist ein Auslaufmodell."  

 

Hintergrund
Die gemeinnützige Deutsche Stiftung Patientenschutz ist die Sprecherin der schwerstkranken, schwerstpflegebedürftigen und sterbenden Menschen. Zur Wahrung der Unabhängigkeit verzichtet sie auf Gelder der Leistungserbringer, Krankenkassen und der öffentlichen Hand. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen ihrer 55.000 Mitglieder und Förderer. Mit dem Patientenschutztelefon bietet sie Hilfesuchenden und Betroffenen praktische Unterstützung bei Fragen rund um das Pflegerecht, Pflegeeinstufungen und Pflegemissstände. Ebenso hilft sie bei der Durchsetzung des Anspruchs auf Palliative Care und Sterbebegleitung, bietet Beratungen und Umsetzung von Patientenverfügungen sowie Hilfe beim Krankenkassenwechsel an. Sie hieß früher Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung.