Startseite

Loading

PatientenschutztelefonKostenfreie Beratung

Patientenschutztelefon

Patientenschutztelefon

Dortmund: 0231 7380730
Berlin: 030 28444840
München: 089 2020810

Pflegerecht

Wie viele Pflegegrade gibt es (bis 2016 Pflegestufen)? Was mache ich, wenn ich als pflegender Angehöriger Erholungsurlaub brauche? Wieviel Geld bekommt ein Pflegebedürftiger im Pflegeheim?

Das Pflegerecht umfasst eine Vielzahl einzelner Aspekte. Wir erklären Ihnen die wichtigsten. Wer gesetzlich versichert ist und wissen will, was ihm zusteht, muss in das SGB XI schauen. Bei privat Versicherten ist entscheidend, was im Vertrag mit der privaten Pflegeversicherung steht. Hier die wichtigsten gesetzlichen Regelungen:

Pflegegrade (bis 2016 Pflegestufe)

  • Es gibt je nach Schweregrad der Einschränkung die Pflegegrade 1-5. Sie lösen zum 01.01.2017 die bisherigen Pflegestufen I - III ab.
  • Ob ein Pflegegrad bewilligt wird und in welchen der Patient eingestuft wird, entscheiden die Pflegekassen. Diese sind jeweils bei den Krankenkassen eingerichtet. Grundlage der Festlegung der Pflegegrade ist dabei ein Gutachten des Medizinischen Diensts der Krankenkassen (MDK), bei Privatversicherten von Medicproof.

Häusliche Pflege

Menschen, die zu Hause gepflegt werden, erhalten:

  • Pflegesachleistungen, das heißt die vollständige oder teilweise Vergütung der Einsätze des ambulanten Pflegedienstes zwischen 689 und 1.995 Euro in den Pflegegraden 2 bis 5.
  • Pflegegeld, wenn sie von Angehörigen gepflegt werden. Hier erhalten Pflegebedürftige in den Pflegegraden 2 bis 5 zwischen 316 und 901 Euro im Monat.

Pflegegeld und Sachleistungen können auch kombiniert werden.

 

Verhinderungspflege

Ist eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege.

 

Teilstationäre Pflege (Tages- und Nachtpflege):

  • Pflegebedürftige haben Anspruch auf teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- oder Nachtpflege. Dies gilt, wenn häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann oder wenn dies zur Ergänzung oder Stärkung der häuslichen Pflege erforderlich ist.
  • Je nach Pflegegrad werden pro Kalendermonat ab Pflegegrad 2 bis zu 1995 Euro bezahlt.

 

Kurzzeitpflege

  • Maximal vier Wochen im Jahr besteht Anspruch auf vorübergehende Pflege in einer vollstationären Einrichtung, und zwar im Anschluss an eine stationäre Behandlung des Pflegebedürftigen oder in Krisensituationen, in denen vorübergehend häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend ist.
  • Ab Pflegegrad 2 werden pro Kalenderjahr Aufwendungen bis zu 1.550 Euro bezahlt, unabhängig von der Höhe des Pflegegrades.


Vollstationäre Pflege

  • Pflegebedürftige haben Anspruch auf Pflege in vollstationären Einrichtungen, wenn häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich ist.
  • Der Pflegebedürftige schließt einen Vertrag mit einem Pflegeheim. Die Kosten sind von Heim zu Heim unterschiedlich.
  • Je nach Pflegegrad werden von der Pflegeversicherung bis zu 2.005 Euro monatlich bezahlt.

Sollten Sie Fragen dazu haben, melden Sie sich bitte an unserem Patientenschutztelefon.



Forderungen der Deutschen Stiftung Patientenschutz

  • Das im Frühjahr 2012 vorgestellte Pflegeneuausrichtungsgesetz enttäuscht: Die Definistion der Demenz im Pflegebedürfgkeitsbegriff ist nicht erfolgt, eine nachhaltige Finanzierung der besonderen Unterstützungleistung für Demenzkranke fehlt.
  • Dementiell erkrankte Menschen und Pflegeheimbewohner bleiben weiterhin benachteiligt.
  • Ein Übergang ins Hospiz muss für Pflegeheimbewohner möglich sein. Der Grund: Hospizkultur ist in Pflegeheimen aufgrund fehlender finanzieller Rahmenbedingungen derzeit nicht möglich. Für einen Hospizplatz bezahlen Sozialkassen 8.000 Euro im Monat, für den gleichen Patienten im Pflegeheim nur maximal 1.500 Euro.
  • Bei der schmerztherapeutischen Behandlung bestehen ebenfalls Nachteile für Heimbewohner. Die Stiftung plädiert für eine patientenunabhängige Bevorratung von Schmerzmitteln im Pflegeheim.
  • Pflegebedürftigkeit darf nicht zum privaten Risiko werden. Da sich viele Menschen keine private Vorsorge leisten können, darf die obligatorische Pflegeversicherung keine "Teilkaskoversicherung" bleiben.
  • Die Trennung zwischen Kranken- und Pflegeversicherung muss aufgehoben werden.

 



Wir sind für Sie da!

Geschäftsstelle Dortmund: Tel. 0231 7 38 07 30
Informationsbüro Berlin: Tel. 030 28 44 48 40
Informationsbüro München: Tel. 089 2 02 08 10

www.stiftung-patientenschutz.de
info@stiftung-patientenschutz.de